Protest und Aufklärung auf dem REWE-Parkplatz Eiterfeld

Bikki-Informationstand in Eiterfeld

Bikki – „Bürgerinitiative kein Kalkkiesabbau Herrenberg“ veranstaltete am Samstag, dem 12. November, einen Informationsstand auf dem Rewe-Parkplatz in Eiterfeld. Bei sonnigem, aber kaltem Wetter informierten die Mitglieder der Bürgerinitiative über das geplante Vorhaben, verteilten Flyer und legten Unterschriftenlisten aus. Die Resonanz war groß. Fast alle anwesenden Bürger unterstützen das Anliegen von Bikki und trugen sich in die Unterschriftenlisten ein. Bei zahlreichen Gesprächen wurde deutlich, dass das Anliegen von Bikki parteiübergreifend von Einwohnern und Kommunalpolitikern unterstützt wird. Die Parteiunabhängigkeit ist der Bürgerinitiative besonders wichtig, da bei einem so massiven Eingriff in die Natur ein breites Bündnis aller politischen Lager erforderlich ist.

Begehung der Abbaufläche mit Revierförster Jürgen Klose

Am Samstag, dem 14.09.2011 hatte Bikki – „Bürgerinitiative kein Kalkkiesabbau auf dem
Herrenberg„ zu einer Wanderung um das geplante Abbaugebiet eingeladen. Ungefähr
60 Menschen waren dieser Einladung gefolgt. Unter der Führung von Revierförster Klose
konnten sich die Teilnehmer ein eigenes Bild von der gigantischen Größe der geplanten
Abbaufläche und dem massiven Eingriff in die intakte Natur machen. An mehreren
Stationen erläuterte Revierförster Klose im Einzelnen die Besonderheiten der Tier- und
Pflanzenwelt sowie die geologischen Gegebenheiten rund um den Herrenberg. Die letzte
Erdbewegung vor 40 Millionen Jahren brachte den Kalkboden, wie er heute zu sehen
ist, an die Erdoberfläche. Dieser Kalkkies entstand in Millionen von Jahren durch die
Ablagerung der Kalkschalen frühzeitlicher Meeresorganismen wie Muscheln, Schnecken
oder Ammoniten. In den letzten Jahrhunderten war der Herrenberg durch den Eingriff
des Menschen geprägt. Auch der Baumbestand an Buchen und Kiefern ist teilweise über
120 Jahre alt. Insbesondere ging Klose auf die Bedeutung nachhaltiger Forstwirtschaft für
ein intaktes Ökosystem Wald ein.
Die Umwanderung des 4,5 km langen Gebiets über Wald und Wiesen dauerte 2,5
Stunden, während der sich auch mancher Einheimische überrascht und erschreckt
über die Dimension des geplanten Abbaugebietes zeigte. Bei einem kleinen Imbiss im
DGH Betzenrod konnten sich die Teilnehmer anschließend stärken und den Nachmittag
gemeinsam ausklingen lassen.